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1. Februar 2018 — 7 Minuten Lesezeit

Zuckerbombe oder Müsliriegel: So wirkt sich Naschen auf die Kreativität aus

Zu dieser Jahreszeit kredenzt man seinen Arbeitskollegen gern mal etwas Leckeres. Naschkatzen werden sich bestimmt über selbstgebackene Weihnachtsplätzchen und Süßigkeiten freuen, doch für unser Gehirn ist das gar nicht so gut. Denn ist der Zuckerrausch erst abgeklungen, fühlen wir uns ganz schnell gereizt und benebelt. Also Finger weg von den Dominosteinen und lesen Sie erst einmal folgende Tipps. Greifen Sie dann statt zu zuckersüßen Verlockungen lieber zu Leckereien, mit denen Sie von morgens bis abends kreativ bleiben. 
Treibstoff fürs Gehirn
Das menschliche Gehirn benötigt vor allem Glukose, die es aus Nahrungsmitteln mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten gewinnt. Glukose fördert die Aufmerksamkeit und hilft bei der Lösung von Problemen, bei Lernprozessen und bei der Gedächtnisleistung. Ernährungsberaterin Leslie Beck erläutert: Das Gehirn benötigt Glukose außerdem, um Neurotransmitter aufzubauen das sind Chemikalien, die Informationen im Gehirn und im ganzen Körper weiterleiten. Wenn Sie also zu wenig Glukose aufnehmen, können die Gehirnzellen nicht so gut miteinander kommunizieren.
Treibstoff ist nicht gleich Treibstoff
Die Lebkuchenherzen vom Weihnachtsmarkt enthalten zwar auch jede Menge Kohlenhydrate, auf Dauer hat Ihr Gehirn jedoch mehr von einer Schüssel Joghurt mit Heidelbeeren. Gebäck und andere Nahrungsmittel mit einem hohen GI (glykämischen Index) setzen schnell Glukose in der Blutbahn frei und sorgen damit für einen raschen Energieschub. Kurz darauf sinkt der Blutzuckerwert jedoch rapide ab Sie fühlen sich benommen und das Gedächtnis lässt nach. Außerdem kehrt das Hungergefühl nach dem Verzehr dieser Lebensmittel schnell wieder ein und Sie werden unkonzentriert.

Um Ihre Denkleistung dauerhaft zu verbessern, greifen Sie daher lieber zu Kohlenhydraten mit einem niedrigen GI wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, die Glukose langsam freisetzen und Ihr Gehirn auf diesem Weg konstant mit Energie versorgen. So vermeiden Sie das Auf und Ab, das Süßigkeiten verursachen, und sind stattdessen viel konzentrierter.

Wenn wir Sie noch nicht überzeugen konnten, lieber Obst statt Plätzchen zu naschen, dann schafft es vielleicht eine Studie im British Journal of Health Psychology (Britisches Gesundheitspsychologie-Journal), deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Verzehr von Obst und Gemüse glücklicher und kreativer bei der Arbeit waren. Wie die kanadische Tageszeitung The Globe and Mail berichtete gehen Forscher davon aus, dass die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine, Antioxidationsmittel und Kohlenhydrate die Produktion der für Stimmung, Verhalten und Wahrnehmung verantwortlichen Neurotransmitter Dopamin und Serotonin im Gehirn anregen.“

Eiweiß, Fette und verschiedene Vitamine und Mineralien spielen eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung unseres Gehirns, beim Aufbau von Neurotransmittern und bei der Vorbeugung gegen Schäden durch freie Radikale. Die Washington Post empfiehlt als Zwischenmahlzeit zum Anregen der Denkleistung eine Kombination aus langsam freigesetzten Kohlenhydraten, einer Eiweißquelle wie magerem Fleisch, Eiern oder Nüssen und einem gesunden Fett wie dem der Avocado. Sehr zu empfehlen sind beispielsweise auch Möhren und Humus, Äpfel und Mandelbutter sowie Lachs und Vollkorncracker.

Keine Macht dem süßen Teller

Sämtliche Entscheidungen, die wir im Arbeitsalltag treffen, zehren an unserer Willenskraft so haben Pralinen und Pfefferkuchen leichtes Spiel. Hier sind daher einige Tipps, mit denen Sie die Feiertage gesünder und produktiver überstehen und frischer ins neue Jahr gehen können:

Planen Sie voraus. Es genügt nicht, sich vorzunehmen, dass Sie nicht naschen werden. Forscher in den Niederlanden haben sogar beobachtet, dass oft das genaue Gegenteil eintritt, wenn wir planen, was wir nicht tun werden. Das bedeutet, je mehr Sie sich zu beherrschen versuchen, das Plätzchen nicht zu essen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es doch tun.

Also entscheiden Sie noch vor dem Erscheinen des ersten Plätzchentellers, was Sie tun werden, anstatt sich daran zu bedienen. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, einen Apfel zu essen, an die frische Luft zu gehen oder sich mit einem Kollegen zu unterhalten. Studien haben ergeben, dass die Chance, der Versuchung zu widerstehen, mit doppelter bis dreifacher Wahrscheinlichkeit steigt, wenn wir einen genauen Plan haben.

Halten Sie Nahrung fürs Gehirn in Reichweite. Uns Menschen fällt es schwer, Essen zu widerstehen, das wir sehen und nach dem wir mühelos greifen können besonders dann, wenn es sich um Junkfood handelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Studie über den Einfluss von Nähe und Sichtbarkeit auf den Verzehr von Süßigkeiten aßen aus einer durchsichtigen Schale 2,5 Stücke Schokolade mehr als aus einer undurchsichtigen Schachtel. Stellte man die Schale in Reichweite ihrer Schreibtische, so verzehrten sie am Tag 2,1 Süßigkeiten mehr.

Allerdings können Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen vermutlich kaum darum bitten, Gebäck und Süßigkeiten vor Ihnen zu verstecken. Sinnvoller ist es da, wenn Sie frisches Obst, eine Packung Studentenfutter oder andere Energie fördernde Snacks auf Ihrem eigenen Schreibtisch haben, um den Zuckerbomben zu entgehen.

Essen Sie regelmäßig. Termindruck und hoher Arbeitsaufwand verleiten uns oft dazu, Snacks oder gar ganze Mahlzeiten ausfallen zu lassen. Das spart vielleicht Zeit, schwächt jedoch die kognitiven Funktionen und schränkt unsere Produktivität ein. Um Ihren Blutzucker hoch zu halten und Ihr Gehirn zu stärken, sollten Sie mindestens alle drei Stunden etwas zu sich nehmen.

Drei kreativ machende Snacks

Was können Sie naschen, um nicht vom Zuckerhoch ins Motivationstief zu fallen? Mit den folgenden drei Alternativen werden Sie vor Energie sprühen.

Heidelbeeren: Alle dunklen Gemüse- und Obstsorten sind gut fürs Gehirn, aber wenn Sie Ihre Kreativität mal wieder so richtig ankurbeln wollen, sollten Sie vor allem zu Heidelbeeren greifen. Die kleinen Früchte stecken voller Flavonoide (Phytochemikalien), mit deren Hilfe das Gehirn effizient auf neue Informationen reagiert und die das Neuronenwachstum fördern. Als Antioxidationsmittel beugen die Beeren zudem Schäden durch freie Radikale vor und halten uns geistig jung. Manche Forscher vermuten sogar, dass Heidelbeeren altersbedingten Gedächtnisverlust umkehren können. Bei einer Studie erlangten ältere Ratten, die zwei Monate lang Heidelbeerextrakt verzehrten, das Gedächtnis und die motorischen Fähigkeiten von jüngeren Tieren zurück.

Walnüsse: Diese Leckereien, deren Form selbst an ein Gehirn erinnert, enthalten im Gegensatz zu anderen Nüssen die essentielle Aminosäure Tyrosin. Tyrosin regt das Gehirn an, den für das Lernen, die Motivation und die Kreativität bedeutenden Neurotransmitter Dopamin zu produzieren.

Forscher der Universität Kalifornien (UCLA) haben ebenfalls festgestellt, dass der Verzehr einer Handvoll Walnüsse pro Tag die Gedächtnisleistung und Konzentration stärken und die Informationsverarbeitung beschleunigen kann. Möglicherweise lässt sich die gesteigerte kognitive Funktion auch auf die verschiedenen Vitamine und Mineralien sowie die hohe Konzentration an Antioxidationsmitteln und Alphalinolensäure (eine Omega-3-Fettsäure auf Pflanzenbasis) der Nuss zurückführen.

Zartbitterschokolade: Das Leben ist zu kurz, um ganz auf Süßigkeiten zu verzichten. In Maßen ist Naschen völlig in Ordnung, und Zartbitterschokolade hat sogar einiges für sich. Eine Studie über die Vorteile von Schokolade belegte, dass die antioxidative Wirkung von Kakaopulver und Zartbitterschokolade mit der diverser Fruchtpulver und Säfte vergleichbar ist.

Die in Zartbitterschokolade enthaltenen Flavanole (antioxidative Flavonoide) können die Blutversorgung des Gehirns und die kognitive Funktion verbessern. Außerdem enthält Zartbitterschokolade das Glückshormon“ Serotonin und verschiedene Stimulanzien, zum Beispiel Koffein. Diese Zutaten können alle zur stimmungsaufhellenden und leistungsfördernden Wirkung der Schokolade beitragen.

Achten Sie beim Kauf von Schokolade bitte immer auf den Kakaogehalt, denn Schokolade aus mindestens 70 % Kakao ist deutlich gesünder.

Festliche Süßigkeiten können noch so liebevoll verziert sein, sie rauben Ihnen trotzdem die Kreativität und Sie werden sich danach ausgelaugt und müde fühlen. Aber wenn Sie nur etwas achtgeben, können Sie diesen Verlockungen aus dem Weg gehen und stattdessen zu Leckereien greifen, mit denen Sie die Zeit frisch und fröhlich genießen können.

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