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17 Juli, 2017 — 5 Minuten Lesezeit

Im Interview mit Marcus Peterzell: Brainstormer, Musikfanatiker, Philanthrop

Das Cannes Lions International Festival of Creativity ist ein Magnet für inspirierende Persönlichkeiten aus aller Welt. Zu den Besuchern zählen viele Experten, die große kreative Risiken auf sich genommen haben, um zu den Besten auf ihrem Gebiet zu werden. Wir hatten das Glück, in einer vollgepackten Woche beim Cannes Lions ein paar dieser Persönlichkeiten kennenzulernen. Erfahren Sie mit uns, was sie bewegt, mit wem sie arbeiten und wie es ihnen gelingt, kreativ zu arbeiten.

Marcus Peterzell ist halb Philanthrop und halb wandelnder Geistesblitz. Er ist Partner und Vizepräsident von Ketchum, einem Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit. Und außerdem hat er es geschafft, Millionen für die Krebsforschung einer gemeinnützigen Organisation zu sammeln. Wir haben uns mit ihm unterhalten – über den Impact großartiger Ideen, wie man Teams motiviert und auf welche seiner kreativen Leistungen er besonders stolz ist.

Sie sind schon seit mehreren Jahren beim Festival dabei. Was ist dieses Mal anders?

In diesem Jahr habe ich einen echt vollen Terminplan. Ich bin einer der zehn Juroren, die die Gewinner der Musikpreise auswählen durften und das war eine tolle Erfahrung für mich. Außerdem habe ich das Diskussionsforum im großen Saal moderiert, bei dem wir über die Gegensätze des klassischen Films zur heutigen YouTube-Generation gesprochen haben. Meine Gäste waren unter anderem Laura Dern, die durch Star Wars, Big Little Lies, Jurassic Park und 60 andere Filme bekannt ist, und YouTube-Star Grace Helbig. Und heute war mein Lieblingstag, denn ich durfte eine Gruppe Studenten der Roger Hatchuel Academy (Teil der Cannes Lions School) zum Thema „Kunst des Entertainmentmarketings” unterrichten.

Ich denke immer über neue Ideen nach. Jeder ist kreativ und hat Ideen, aber es ist eine echte Herausforderung, aus dem Team die wirklich großen Gedanken herauszukitzeln.

Wann fühlen Sie sich am kreativsten?

Ganz ehrlich: 24 Stunden am Tag. Ich denke immer über neue Ideen nach. Jeder ist kreativ und hat Ideen, aber es ist eine echte Herausforderung, aus dem Team die wirklich großen Gedanken herauszukitzeln. Ich mache das schon eine ganze Weile und deshalb denke ich ständig über alle möglichen Dinge nach und wie ich es schaffe, dass aus Eins und Eins Fünf wird [er lacht leise]. Aber eigentlich geht es mir so rund um die Uhr. Es gibt nicht diese eine besondere Zeit, zu der ich einen Geistesblitz nach dem anderen habe. Ich sage sonst immer: „Die Idee kam mir mitten in der Nacht um 3:00 Uhr!” Das stimmt zwar nicht, aber es klingt gut. Also eigentlich kann man jederzeit erleuchtet werden.

Was denken Sie über die Arbeit mit Ihrem Team und wie stellen Sie es an, großartige Ideen zu verwirklichen?

Mein Team ist sehr interdisziplinär, jeder hat eine besondere Stärke – und das ist einfach super.
Wenn es aber um die Aufgabenverteilung geht, gibt es keine festen Regeln, niemand wird auf einen bestimmten Bereich festgenagelt. Aber generell gesehen habe ich schon relativ feste Teams, eins beschäftigt sich z. B. mit Influencer. Dann gibt es auch jemanden, der sich um die Veranstaltungen kümmert und ein anderer wiederum um die Musik. Und es gibt jemanden, der sich ausschließlich um die Filmabteilung bei Ketchum kümmert. Alle haben ihre ganz eigene Expertise. Wir versuchen aber immer zusammenzuarbeiten, um am Ende diese eine großartige Idee verwirklichen zu können. Manchmal sagt jemand: „Lasst uns die Leute aus der Veranstaltungsabteilung dazuholen, ich habe eine tolle Idee für ein Event.” Und manchmal haben die dann noch mehr oder bessere Ideen, auf die wir gemeinsam aufbauen. Diese Eingebungen hat man oft unabhängig vom eigenen Fachbereich, sie entstehen einfach aus der eigenen Vorstellung heraus. Und dann beginnt der Brainstorming-Prozess.

Wir haben eine Plattform, auf der wir mit Collegestudenten in Kontakt stehen. Das ist ein Netzwerk von 100 Studenten, die wir anschreiben können, um zu sehen, welche Ideen außerhalb unserer Gruppe zu Stande kommen.

Mein Team ist sehr interdisziplinär, jeder hat eine besondere Stärke – und das ist super. Wenn es aber um die Aufgabenverteilung geht, gibt es keine festen Regeln, niemand wird auf einen bestimmten Bereich festgenagelt.

Und Sie sind auch in die TJ Martell Foundation eingebunden?

Unser Kunde Transit Wireless hat eine Technologie entwickelt, mit der man auch in der U-Bahn streamen kann. Die U-Bahn in New York hatte nämlich bisher kein WLAN und das haben wir jetzt geändert. Das war eine richtig große Sache für die Stadt. Wir haben dann überlegt, wie wir am besten auf unser Projekt aufmerksam machen können. Letztendlich haben wir nach Künstlern gesucht, die ein Album herausbringen wollten. Dabei haben wir herausgefunden, dass Michael Bublé, der gerade zwei ausverkaufte Konzerte im Barclays Center hingelegt hatte, genau am selben Tag ein neues Album veröffentlichen wollte. Also habe ich ihn davon überzeugt, die Weltpremiere seines Albums auf einem U-Bahnhof zu feiern, von dem es live gestreamt wurde. Das war natürlich eine riesen Überraschung für die Passanten, die plötzlich Michael Bublé singend auf dem Bahnsteig angetroffen haben. Und auch insgesamt war die Aktion ein voller Erfolg. In nur 13 Minuten haben wir das Video bearbeitet und auf YouTube gestellt und fünf Millionen Klicks später war es auf Seite 2 der New York Times.

Um mehr Insidertipps von Kreativprofis zu bekommen, lesen Sie auch unsere Interviews mit dem Podcaster David Rheinstrom, DJ Hesta Prynn und Designer Chris Rowson.

 

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