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5. Februar 2018 — 5 Minuten Lesezeit

Gute Tech-Teams fallen nicht vom Himmel

Was zeichnet ein leistungsfähiges Tech-Team aus? Gibt es eine geheime Formel für gute Zusammenarbeit, die uns Erfolge bei Produktion und Projektarbeit garantiert? Auf diese Fragen scheint es keine universelle Antwort zu geben. Auf der Suche nach einer Lösung sind bereits zahlreiche unterschiedliche Managementmethoden und Entwicklungsstrategien entstanden, die wiederum in etlichen Onlineartikeln thematisiert wurden.

Daher freut es uns umso mehr, persönlich mit einem Experten gesprochen zu haben, der uns in die Geheimnisse zum Aufbau eines perfekten Tech-Teams eingeweiht hat: Christian Graf ist CTO bei DCMN, einem internationalen Unternehmen, das individuelle Wachstumsstrategien und Marketinglösungen im digitalen Bereich anbietet. Er hat uns verraten, wie er seine Abteilung strukturiert hat und wie es ihm gelungen ist, dass alle Mitglieder seines Teams an einem Strang ziehen.

Graf hat in der Vergangenheit nicht nur als Senior Software Architect bei SAP gearbeitet, wo er an der Entwicklung der Cloudplattform mitwirkte, sondern ist auch Gründer zweier Start ups. Und schon im Alter von 15 Jahren führte er gemeinsam mit seinem Bruder ein kleines Internet- und SEO-Unternehmen.

Anfang 2017 verkaufte Graf sein zweites Start-up namens „realzeit“ – eine programmatische Demand-Side Platform (DSP) – an DCMN. Dazu erzählt er uns: „Wir haben die Chance ergriffen, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der den Markt kennt und weiß, welche Rolle Technologie bei der Problemlösung spielt.“

So stellen Sie Ihr Dream-Team zusammen

Das Unternehmen DCMN erkannte Grafs Motivationstalent schon vor dem Kauf von realzeit und holte ihn deshalb ebenfalls mit ins Boot. Durch seine Erfahrungen als Unternehmer brachte er neue Ansätze in die bestehende Unternehmensstruktur und verlieh ihr so den letzten Schliff. „Anfangs kam ich in ein Team mit wirklich talentierten Technikern. Doch leider ließen es die bestehenden Arbeitsabläufe nicht zu, sich optimal weiterzuentwickeln und das gesamte Potenzial auszuschöpfen“, erinnert er sich an seinen Start in der Firma. „Die Aufgabengebiete waren nur grob umrissen und die Erwartungen schwammig. Das führte ab und an zu Spannungen.“

DCMN ist in dieser Hinsicht bei weitem kein Einzelfall – für viele Unternehmen sind diese Spannungen ein unüberwindbares Problem. Allerdings konnte Graf seinem neuen Team mit ein paar entscheidenden Anpassungen eine Lösung präsentieren. „Zuhören ist das Wichtigste. Blinder Aktionismus bringt rein gar nichts“, so Graf. „Das Team musste mir persönlich sagen, wo es hakt. Anschließend habe ich die Antworten ausgewertet, weil es immer wichtig ist, die Probleme an der Wurzel zu beheben.“

„Im Grunde genommen haben wir interdisziplinäre Teams gebildet, die jeweils für bestimmte Produkte und Prozesse zuständig sind. Damit wollten wir erreichen, dass unsere Leute selbstständig und völlig unabhängig an ihren jeweiligen Projekten arbeiten können“, erklärt Graf. „So verfügt jedes Team über alle nötigen Ressourcen für den erfolgreichen Abschluss der jeweiligen Projekte, statt nur an einer Komponente zu arbeiten und so nur einen Teil der Verantwortung zu tragen. Auf diese Weise fühlen sich alle für das Endprodukt verantwortlich und geben ihr Bestes, damit alles schnell und reibungslos abläuft.“

„Wir trafen außerdem die schwere, jedoch notwendige Entscheidung, uns auf unser Kernpotenzial zu konzentrieren und vor allem auf das, was unseren Kunden am wichtigsten ist“, fährt Graf fort. „Unsere Kunden sind digitale Unternehmen, für die Resultate entscheidend sind. Deshalb ist es umso wichtiger für uns, die Dinge zu verbessern, aus denen sich die größten Gewinne erzielen lassen.“

Die ultimativen Tipps für den Aufbau eines effektiven Tech-Teams

Mittlerweile ist Graf schon seit einem Jahr bei DCMN dabei und sorgt mithilfe von verbesserter Technologie für Wachstumssteigerungen und einen besseren Dienst am Kunden. Hier sind ein paar seiner besten Tipps zum Aufbau eines Teams aus Technologie-Experten, mit dem Sie Ihr Geschäft ankurbeln und den Kundenservice optimieren können.

1. Qualität ist das A und O
„Schnelle Lösungen sind keine echten Lösungen. Der Schwerpunkt sollte vielmehr auf Qualität und Zuverlässigkeit liegen und auf Strategien, um diese Faktoren zu überprüfen und zu sichern. Augenscheinlich schnelle Ergebnisse (kurzfristige Erfolge) wirken sich meist negativ auf Ihr tatsächliches Produktionstempo (langfristige Erfolge) aus. Wenn Sie jetzt nicht bereit sind, etwas mehr zu investieren, werden Sie später mit Sicherheit draufzahlen müssen.“

2. Offener und ehrlicher Umgang ist wichtig
„Jedes Teammitglied sollte ermutigt werden, seine Meinung frei und auf Augenhöhe, kritisch, aber konstruktiv zu äußern“, so Graf. „Fragwürdige Entscheidungen müssen in der Gruppe hinterfragt werden – man darf sie nicht einfach hinnehmen. Hier heißt es die Köpfe zusammenstecken und Probleme gemeinsam lösen. Darum haben wir unsere Slack-Kanäle öffentlich gemacht, um eine offene Diskussion zu ermöglichen. So haben wir ein Umfeld geschaffen, in dem jeder für seine Beiträge verantwortlich ist. Das hat enorm zur Steigerung der allgemeinen Arbeitsmoral beigetragen.“

3. Arbeit braucht einen Sinn
„Als Vorgesetzter oder Teamleiter sollte man grundsätzlich jede Entscheidung begründen. Nur wenn jeder die Zielsetzung kennt und nachvollzieht, können alle gemeinsam und effektiv an einem Strang ziehen. Letztendlich möchten wir nämlich alle auf ein Ziel hinarbeiten, das Bedeutung hat und für das sich unser Einsatz lohnt.“

4. Vertrauen Sie auf die Leistungen Ihres Teams
„Vergessen Sie nie, dass Vertrauen immer auf Gegenseitigkeit beruht. Manche Gründer fragen sich, wieso ihr Team sie nicht unterstützt. Andere wiederum genießen die volle Unterstützung, ohne genau zu wissen, wieso. Zeigen Sie Ihren Leuten, dass Sie an sie glauben und ihre Meinung schätzen, dann werden sie immer hinter Ihnen stehen.“

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